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Ein arbeits- und beschäftigungsorientiertes Diagnosewerkzeug

Innovation und Beschäftigte

Innovationsfähig ist ein Unternehmen durch die Kreativität, Lernbereitschaft und Leistung der Menschen, die für dieses Unternehmen tätig sind. Dazu bedarf es in erster Linie der Qualifikation, einer förderlichen Organisation und einer offenen Kommunikation.

Spielräume bieten Chancen und fördern Ideen
Neue Management- und Organisationskonzepte haben den Anspruch, genau diesen Bereich zu stärken und so zur Entfaltung und zum besseren Einsatz der "Humanressourcen" beizutragen: Teams und Gruppen, flache Hierarchien, Anreizsysteme, Zielvereinbarungen, Weiterbildungspunkte, Arbeitszeitkonten, Projektarbeit, Feedbacksysteme, Leitbilder, Vertrauensarbeitszeit - all diese Maßnahmen sollen Spielräume, Kommunikation, Motivation und Leistung verbessern.

Sie haben deshalb unter den richtigen Rahmenbedingungen eine grundsätzlich positive Wirkung auf die Produktivität und auf die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. Sie erfordern aber auch eine gelebte Mitarbeiterorientierung und beinhalten dann reale Chancen für die Realisierung der Wünsche von Beschäftigten nach Autonomie, interessanten Aufgaben, besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten und gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen. Deshalb gelten die neuen Arbeitsformen als innovationsfördernde Faktoren.

Kreativität entsteht im informellen spontanen Austausch aus vielfältigen Perspektiven, zwischen Jung und Alt oder Frauen und Männern; sie benötigt Raum für Fantasie und Zeit zum Lernen aus Fehlern und Erfolgen. Besonders in der Phase der Ideengewinnung ist eine möglichst weitgehend ungebundene, offene und dezentrale Organisation wie zum Beispiel in der Gruppenarbeit innovationsförderlich. In der Phase der Realisierung einer Idee ist dagegen klares Projektmanagement, eine eher straff gegliederte Struktur und systematisches Arbeiten sinnvoller. Beides muss gelernt sein.

Ständiges Lernen und die Investition in Weiterbildung sind für ein innovatives Unternehmen lebensnotwendig; die Beschäftigten sichern im Gegenzug so ihre berufliche Zukunft. Denn in wandlungsorientierten innovativen Unternehmen und dynamischen Branchen veraltet Wissen immer schneller.

Neue Freiheiten benötigen neue Kompetenz
Beschäftigte erhalten in den neuen Arbeitsformen neue Freiheiten, die positiv für das Unternehmen und für sie selbst sein können. Diese Arbeitsformen erfordern jedoch auch die Fähigkeit zum Selbstmanagement und die Möglichkeit, einem steigenden Leistungsdruck Grenzen setzen zu können. Immer bedeutsamer wird deshalb die Vermittlung sozialer Kompetenzen und der Fähigkeit, optimal mit den eigenen Kräften haushalten zu können.

Akzeptanz und Vertrauen lassen sich verbessern, indem Beschäftigte in die Gestaltung der Aufgaben und der Arbeitsbedingungen einbezogen werden, wenn sie also sicher sein können, dass ihre Ideen ihnen auch selbst zugute kommen. Die Qualität der Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit sind Voraussetzungen, um Veränderungsprozesse aktiv zu begleiten.

Sozialer Dialog und Vertrauen ist die Basis
Ohne einen sozialen Dialog zwischen Beschäftigten, der betrieblichen Interessenvertretung und der Unternehmensleitung ist das nicht möglich. Es werden gesicherte Regeln des Umgehens miteinander benötigt, auf die sich die Menschen verlassen können.


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